Sozialdienst

Persönliche, familiäre, berufliche und soziale Probleme können mit einer Erkrankung oder Behinderung zusammenhängen. Sie können auch den Verlauf einer Erkrankung positiv wie negativ beeinflussen. Der Beratungsansatz unseres Sozialdienstes greift vorrangig die soziale Perspektive auf. Darunter fällt die Klärung der beruflichen Situation, von Wohnungs- und Rentenfragen, die wirtschaftliche Sicherung, die Klärung rechtlicher Fragen sowie die Teilhabe behinderter Menschen. Eine kompetente Wissensvermittlung ist Grundlage jeder Beratung. Unsere Patientinnen und Patienten sollen ihre eigenen wirtschaftlichen und sozialrechtlichen Angelegenheiten gut verstehen und selbst managen können. In weiteren Schritten erarbeiten wir dann mit ihnen gemeinsam Zukunftsperspektiven.

 

Der regelmäßige Austausch mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten hat für uns einen hohen Stellenwert. Er ermöglicht es uns, unsere Patienten kompetent und praxisnahe zu beraten – insbesondere, wenn es um Probleme mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit geht. Unsere Beratungsangebote reichen von Einzelgesprächen über Sprechstunden bis zu Vortragsveranstaltungen.

Teamleitung

Petra Lindemann-Sauvant (Dipl.-Soz.-päd.)

Zusatzqualifikationen zur Betriebswirtin des Sozialwesens und im Bereich Sozialmanagement

 

Schwerpunkte

Versorgungsleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes

Im Verlauf einer Krankheit entstehen oft wirtschaftliche Fragen und Probleme. In unseren allgemeinen Informationsveranstaltungen geben wir unseren Patientinnen und Patienten Hinweise auf die Leistungen unserer Sozialsysteme. In der Einzelberatung versuchen wir darüber hinaus, gemeinsam mit dem Patienten seine finanzielle Absicherung zu klären. Wir informieren ausführlich über Leistungsansprüche und helfen gegebenenfalls, entsprechende Anträge zu stellen. 

Das Schwerbehindertenrecht

Chronische Krankheiten oder Unfallfolgen können zu erheblichen Einschränkungen im Beruf oder im privaten Alltagsleben führen. Solche Einschränkungen können als eine Behinderung im Sinne des Schwerbehindertenrechtes gewertet werden. Ein Schwerbehindertenstatus kann z.B. zu einem erweiterten Kündigungsschutz führen. Wir informieren unsere Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Vortragsveranstaltung ausführlich über das Schwerbehindertenrecht und allgemeine Voraussetzungen für die Anerkennung einer Behinderung. Bei komplexen Fragestellungen bieten wir ihnen an, im Einzelgespräch über Vor- und Nachteile einer Antragstellung unter Berücksichtigung der persönlichen Lebens- und Arbeitssituation aufzuklären. 

Die häusliche Versorgung

Auch nach einer erfolgreichen medizinischen Rehabilitation kann noch vorübergehende Hilfestellung bei der häuslichen Pflege und Versorgung erforderlich sein. Einige Patientinnen und Patienten tragen sich mit dem Gedanken, in eine stationäre Pflegeeinrichtung zu wechseln. Wir informieren über Pflegeleistungen und nehmen auf Wunsch Kontakt zu Angehörigen, Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen auf. Es ist uns wichtig, die häusliche Versorgung und die Nachsorge konkret geregelt zu wissen, wenn unsere Patienten entlassen werden. Gegebenenfalls stellen wir gemeinsam mit dem Stationsarzt und dem Pflegedienst unserer Klinik einen Antrag auf Feststellung der Pflegestufe. 

Der Rentenantrag

Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung informieren wir unsere Patientinnen und Patienten über die jeweils geltenden Rentenformen. Im Einzelgespräch besteht die Möglichkeit, diese allgemeinen Informationen auf die individuelle Situation zu beziehen und zu vertiefen. Wenn es konkret darum geht, einen Rentenantrag zu stellen und die zu erwartende Rentenhöhe in Erfahrung zu bringen, bieten wir unseren Patienten an, einen Beratungstermin mit einem Versicherungsältesten in unserer Klinik zu vermitteln.